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Yha Hauka - Biokaffee aus Papua Neuguinea

Der Yha Hauka-Kaffee aus Papua Neuguinea stammt von der Kooperative Unen Choit. 27 Kleinbäuer*innengruppen sind in der Kooperative organisiert. Insgesamt sind das etwa 900 Mitglieder. Im Ursprungsort und Zentrum der Kooperative, in Wawet, leben ca. 600 Menschen, die sich weitgehend von Subsistenzwirtschaft ernähren können. Einkünfte für Kleidung, Krankenversorgung, Schule oder Lebensmittel wie Öl und Salz können sie fast ausschließlich aus dem Kaffeeanbau generieren.

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Demokratische Kooperativenstrukturen

Alle Einwohnervon Wawet sind auch in der Kooperative organisiert. Es bestehen funktionierende demokratische Strukturen, es gibt regelmäßige Generalversammlungen und wichtige Entscheidungen werden vom gewählten Cooperative Board/Kooperativen-Ausschuss getroffen.

Bio-und Fair-zertifiziert

Unen Choit ist eine vergleichsweise junge Kooperative, die erst im Jahr 2008 gegründet, und erst 2013 offiziell als Kooperative registriert wurde. Seit 2014 ist Unen Choit Bio-zertifiziert (NASAA organic) und seit 2016 außerdem FLO zertifiziert. El Puente arbeitet seit 2014 mit Unen Choit zusammen.

Ein Besuch bei der Kooperative

Die Anreise zur Kooperative ist langwierig: Schon die Küstenstadt Wasu ist nur mit Flugzeug oder Boot zu erreichen. Von dort aus können gut motorisierte Fahrzeuge noch ca. 1 Stunde bergauf weiterfahren. Dann wird das Gelände zu unwegsam, um sich noch motorisiert fortbewegen zu können. Die Kaffeeanbaugebiete im Hochland der nordwestlichen Küste Papua-Neuguineas sind nur schwer zu erreichen – die letzte Strecke führt Besucher zu Fuß bergauf, bergab über fünf Stunden durch dichtes Grün.

Junge Pflanzen aus eigenen Baumschulen

Viele Kooperativen unterhalten eigene Baumschulen und züchten Kaffeepflanzen, die an die Umgebung angepasst sind. Die Kleinbäuer*innenkönnen mit diesen Pflanzen ihren Bestand erneuern. Bei Unen Choit ziehen die Bäuer*innen selbst ihre Kaffeepflanzen vor, mit denen sie ihren Bestand erneuern. Eine Kaffeepflanze kann zum ersten Mal nach drei Jahren abgeerntet werden und wird zwischen 1,80 und 2,00 m hoch. Nach 20 bis 30 Jahren trägt sie so gut wie keine Früchte mehr und muss ausgetauscht werden. Für den Bio-Anbau behandeln die Kleinbäuer*innen ihre Pflanzen etwa zweimal im Jahr mit organischem Dünger.Den Kompost für die Düngung stellen sie selbst her.

Weiterverarbeitung bei den Bäuer*innen

Die traditionellen Schälmaschinen werden mit der Hand betrieben. Das Fruchtfleisch wird abgequetscht und die rohen Kaffeebohnen werden aufgefangen. Die Bohnen fermentieren anschließend. Dann müssen die geschälten Kaffeebohnen sorgfältig gewaschen werden. Durch den Waschprozess werden übrig gebliebene, leichtere Fruchtfleischreste weggespült. So bleiben nur die reinen Kaffeebohnen für die weitere Verarbeitung zurück.

Eine Herausforderung: Das Trocknen der Bohnen

Das Trocknen der Bohnen ist eine große Herausforderung, da das Klima sehr feucht ist. So ist es schwierig den Kaffee auf 10-12 % Restfeuchte herunter zu trockenen. Das ist notwendig, damit der Kaffee unterwegs nicht schimmelt und optimal auf die Röstung vorbereitet ist. Traditionell werden die Kaffeebohnen auf Gittern getrocknet. Dabei müssen sie immer wieder gewendet werden. Umgeben mit dem Pergamenthäutchen wird der Kaffee „café pergamino“ genannt. Bis die Kaffeebohnen an der Sonne auf eine Restfeuchte von 12 % heruntergetrocknet sind, dauert es zwischen 10 und 14 Tagen. Die größte Herausforderung für die Kaffeebäuer*innenbesteht darin, den Kaffee, nachdem er einmal getrocknet ist, schnellstmöglich zu verschiffen. Die hohe Luftfeuchtigkeit in weiten Teilen des Landes sorgt ansonsten dafür, dass die grünen Bohnen wieder an Feuchtigkeit gewinnen. Trotz der schwierigen Verhältnisse aufgrund unzureichender Infrastruktur schaffen es die Bäuer*innen, ihre Ernte rechtzeitig aus dem Hochland zum Hafen von Lae zu transportieren, um sie von dort aus zu verschiffen.

Weiterverarbeitung für den Export

Jeder Schritt der Kaffeeverarbeitung ist wichtig für die Qualitätssicherung. Denn in jedem Produktionsschritt werden Weichen für den Geschmack des fertigen Produkts gestellt. Der nächste Schritt für die Kooperative ist die eigene Weiterverarbeitung. Mitglieder von Unen Choit haben sich bereits dafür qualifizieren lassen und Schulungen mitgemacht, sodass das Know-How da ist. Die Strukturen vor Ort sowie die Infrastruktur müssen noch geschaffen werden. Derzeit wird der Kaffee noch über eine externe Organisation exportiert, die auch letzte Überprüfungen des Kaffees vor der Verschiffung vornimmt. Ein Dienstleister, der von der Kooperative dafür bezahlt wird, den Export vorzunehmen. Langfristig wollen sie den Kaffee selbst exportieren können.

Infrastruktur und Wasserversorgung

Mit den Prämiengeldern aus dem Fairen Handel hat die Kooperative ein Gesundheitszentrum finanziert. Denn in der Region der Kaffeekooperative ist die Infrastruktur schlecht, was Straßen, Wasserversorgung, Elektrizität und Krankenversorgung betrifft. So gibt es in Wawet keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. In der Regenzeit wird Regenwasser gesammelt, in der Trockenzeit (Juli-September) müssen die Dorfbewohner*innen1-2 Stunden bis zur nächstgelegenen Schlucht laufen, um Wasser zu erhalten. Für die Gesundheitsversorgung gibt es in ca. 5 Stunden Fußmarsch Entfernung ein großes Krankenhaus mit passablem Standard. Im Dorf Wawet selbst gibt es einen Health Worker, der eine grundlegende Versorgung gewährleistet.

Der Geschmack des Kaffees

Der Yha Hauka ist ein hochwertiger Kaffee, der sich durch eine feine Süße auszeichnet, kombiniert mit einer Note von Bitterschokolade. Je nach Zubereitung und Ziehzeit, können eher würzige, leicht pfeffrige Aromen, bis hin zu tiefen Schokoladennoten hervortreten. Das wird u. a. durch den mittelstarken Röstgrad hervorgerufen.

Hier können Sie alle Informationen als PDF herunterladen. (PDF)

Quelle: EL PUENTEGmbHLise-Meitner-Str. 9Tel.: +49 (0) 5069 3489 0 E-Mail:   info@el-puente.de D-31171NordstemmenFax: +49 (0) 5069 3489 28 Web: www.el-puente.de 

Letzte Änderung am: 06.10.2021