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Hoppla! Leider sind Sie zu früh dran!

Aber wenn Sie schon einmal da sind: Kennen Sie die Ursprünge des Adventskalenders? 

Der Adventskalender entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum und hatte viele Vorläufer, die mehr oder weniger zeitgleich an verschiedenen Orten entstanden. Wurde zu jener Zeit in der katholischen Kirche der Advent durch tägliche Adventsandachten in der katholischen Kirche vertieft, so fand in evangelischen Familien die Zusammenkunft und Kontemplation innerhalb der Familie statt. Es wurden Bibelstellen vorgelesen, Verse aufgesagt, gemeinsam gebetet und in Andacht Lieder gesungen.

Da Zeit eine abstrakte Größe ist und vor allem für Kinder sehr schwer fassbar, fingen Eltern grob um 1840 an, sich verschiedene Möglichkeiten auszudenken, um Ihren Kindern die noch verbleibende Zeit greifbar zu machen und um das Besondere und Festliche der Adventszeit herauszuheben.

So hängten Familien nach und nach 24 Bilder mit weihnachtlichen Motiven an die Wand oder ans Fenster. Bei einer anderen Variante malten die Eltern 24 Kreidestriche – die Sonntage mit längeren oder farbigen Strichen – an Schranktüren oder auch Türstöcken. Die Kinder durften dann jeden Tag einen Strich wegwischen.

In einigen katholischen Gegenden durften die Kinder für gute Taten (!) täglich einen Strohhalm oder eine Feder in die Krippe legen, damit das Jesuskind schön weich liegen möge. Dieser Brauch wurde lange fortgeführt (siehe auch hier) – und noch heute wird er in einigen Klosterschulen angewendet.

Im Jahr 1904 erschien als Beilage einer Stuttgarter Zeitung der Weihnachtskalender „Im Lande des Christkinds“ – basierend auf der Idee von Gerhard Lang (1881-1974).

Dieser Kalender hatte noch keine Türchen zum Öffnen, sondern bestand aus zwei bedruckten Teilen. Einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden sowie einem Karton auf dem auf 24 Feldern jeweils, von Lang selber verfasste, Verse abgedruckt waren.

Insbesondere der Verleger Gerhard Lang arbeitete mit viel Leidenschaft und Herzblut an der Entwicklung immer neuer Varianten, z.B. das Christkindleinshaus zum Füllen mit Schokolade, Adventskalender mit Füllungen zum Herausbrechen und solche mit Türen zum Öffnen; Adventsbäume mit aufsteckbaren Engeln sowie das Adventshäuschen. Das Adventshäuschen bestand aus vier farbig bedruckten Pappscheiben, die zu einem Häuschen aufgebaut wurden. Die Pappscheiben hatten Fenster und Türen und waren mit farbigem transparentem Papier hinterlegt. Beginnend mit dem 1. Dezember wurde jeweils ein Fensterchen und am 24. dann die Haustür zugefügt. Stellte man eine Kerze in die Mitte, bot es einen feierlichen und festlichen Anblick.

Von da ab erlebte der Adventskalender eine rasante Entwicklung. In den 2010er Jahren erlebte er den jüngsten großen Aufschwung. Für das Wachstum digitaler Adventskalender hat Corona gesorgt. 

Quelle: Wikipedia

Letzte Änderung am: 23.11.2021