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RSSPrint

Texte an der digitalen Klagemauer

 

Ich trauere um die Nähe und Menschlichkeit die uns in Zeiten von Corona verloren geht!

Ich bin traurig. Mein Onkel musste einsam im Pflegeheim sterben. Kurz bevor er die zweite Impfung bekommen konnte, erkrankte er an Corona. Kein Angehöriger durfte zu ihm. So etwas ist unmenschlich und dürfte nicht passieren.

Ich trauere um die Leichtigkeit die auch jungen Menschen durch Spätfolgen verloren geht. Gott, bitte sei bei Linda und ihrer kleinen Tochter. Hilf ihnen mit den neuen Einschränkungen der Mama umzugehen. Oder noch besser: heile sie. 

Ich bin traurig weil ich die Leichtigkeit und mein eigenes lautes Lachen vermisse.

Ich klage über Menschen, die eine Notsituation wie die Coronapandemie für ihre eigenen z.T. politischen Interessen ausnutzen, verdrehen und andere bedrohen.

Gott bitte sei bei den Eltern und Lehrer/innen. Gib ihnen Geduld, Kreativität und genügend Liebe. Lass sie neue Wege finden um den Kindern die Zeit der Pandemie erträglicher zu machen. 

Es stimmt mich traurig und nachdenklich um alle Kinder, die merklich leiden unter der sozialen Isolierung während dieser Pandemie und die Menschen, die Unterschiede machen zwischen Menschen.

Was ich beklage, ist die Vereinsamung der Menschen, der Alten und Kranken. Beklagen muss man die vorgeschriebene und angeordnete Einsamkeit des einzelnen. Wer alleine ist, verarmt an Zuwendung und Zuneigung. Sie oder er kommen nicht dazu, einen anderen kennenzulernen. Keine Gespräche und kein Lachen und kein Näherkommen - also keinen Kontakt mehr. Schade! Die Menschheit verarmt. Ich wünsche mir nur eines: Covid-19 verschwindet so, wie es gekommen ist - leise und schnell ohne eine Spur zu hinterlassen. 

Ich bin traurig über die Menschen, die die Gefährlichkeit des Covid19-Virus so unterschätzen und sich unsolidarisch mit den Kranken, den Pflegenden, den Medizinern und den gefährdeten Menschen verhalten. Mich macht traurig, dass wir in all unserem Wohlstand so unsolidarisch in unserer Gesellschaft sind. Gott hilf uns, unsere Solidarität und Liebe zu unseren Nächsten wiederzufinden.

Ich trauere um die Zeit, die ich nicht mit meinen Kindern verbringen kann.

Ich beklage, dass so viele Kinder ohne soziale Kontakte aufwachsen müssen.

Ich beklage: Viele Menschen in den Pflegeheimen und Krankenhäusern leben einsam.

 

 

Letzte Änderung am: 18.04.2021