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RSSPrint

7 Wochen ohne…

16.02.2021

Am Aschermittwoch hat die Fastenzeit (sieben Wochen vor Ostern) begonnen. Jedes Jahr steht sie unter einem „Motto“, die Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland heißt: „7 Wochen ohne“. Ich erinnere mich gut an das Motto des vergangenen Jahres. Da lautete es: „Zuversicht. 7 Wochen ohne Pessimismus“. Wie sehr (und wie lange!) wir sie brauchen würden, die Zuversicht, hat im Februar 2020 keiner von uns geahnt. Dieses Jahr gibt es ein neues Motto: „Spielraum. 7 Wochen ohne Blockaden“. Das erschloss sich mir nicht sofort, darüber musste ich erst nachdenken: Was sind für mich Spielräume? Wo habe ich selbst welche? Wo lasse ich sie anderen? Wo fehlen sie mir? Letzteres scheint am schnellsten zu beantworten, in einer Zeit, in der es augenscheinlich nicht mehr viele Spielräume gibt - Leben im Lockdown. Vielleicht kann man das Feld auch von hinten aufrollen, indem man fragt: Wo sind meine Blockaden? Und wie kann ich sie überwinden? Die anfängliche Blockade gegen die Maskenpflicht. Die gefährliche Blockade dagegen, mit Menschen im Gespräch zu bleiben, die nicht meiner Meinung sind. Die bockige Blockade gegen all das Nicht-Dürfen. Die traurige Blockade dagegen, nach einem Schicksalsschlag ins Leben zurück zu finden. Ich danke Gott, wenn er mich Blockaden überwinden lässt und mir, trotz all der Regeln und Verbote, die zurzeit gelten, Spielraum lässt. Vielleicht fragen Sie sich: „Wo sind sie denn, die Spielräume? Diese Frage gilt es zu beantworten in dieser Fastenzeit.