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Bin ich auch ein Kriegstreiber?

Nun ist wieder Krieg in Europa. Ein schrecklicher Angriff Russlands auf die Ukraine erschüttert uns. Moskau behauptet rechtmäßig zu operieren. Dafür hat es ein eigenes Weltbild und umstrittene Fakten geschaffen. Doch fast der gesamte Rest der Welt beurteilt die Dinge zu Recht anders. Wo eine Sache bewusst unterschiedlich interpretiert wird, ist der Friede in Gefahr. Mit überzogenen und rücksichtslosen Handlungen entsteht Krieg. Krieg gibt es in unserer Gesellschaft genug. In Familien, unter Kollegen, zwischen Nachbarn. Wenn ich mit Streitenden spreche, sind deren Berichte oft stimmig und nachvollziehbar. Natürlich sei immer der andere Schuld. Man wehre sich nur und möchte sein Recht verteidigen. Doch wie kann man zum Frieden zurückfinden? Der erste Schritt ist immer eine bewusste Entscheidung: Ich will Frieden und alles dafür tun. Ein ernsthaftes Verstehen wollen des anderen ist unvermeidlich. Die Bibel ruft sogar auf, dem Feind Essen und Trinken zu geben, wenn ihm hungert und dürstet. Das ist aktive Deeskalation, statt Rache und Vergeltung. Selbst bei schlimmsten Fehlern bleibt der andere als Geschöpf Gottes ein liebenswerter Mensch mit Würde.

 

Heiko van Dühren von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Großräschen