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Little Bee - Buchtipp von Ute Köhler

Little Bee von Chris Cleave

Beim Thema des Heftes „Von Wegen“ kam mir sofort das Buch „Little Bee“ in den Sinn. Eine Geschichte, die mich nicht mehr loslässt. Das Ehepaar O’Rourke steckt in einer Beziehungskrise. Geld spielt keine Rolle und so beschließen sie, dort Ferien zu machen, wohin kaum jemand fährt: Nigeria. Nichtsahnend, dass dort ein Ölkrieg tobt, wollen sie einen exklusiven Strandurlaub verleben. Dieser endet in einer Katastrophe, als sie erleben, wie zwei Teenagermädchen von Soldaten gejagt werden. Da ein Wachmann sie nicht auf das Hotelgelände lässt, begegnen die Mädchen dem Journalistenehepaar. Ein furchtbarer Handel um die Mädchenentbrennt. Danach verlassen Andrew und Sarah traumatisiert das Land. Das Ereignis hinterlässt tiefe Spuren. Zwei Jahre nach diesem Erlebnis klingelt bei den O’Rourkes das Telefon. Es ist eines der nigerianischen Mädchen – Little Bee genannt. Sie hat den Weg ins Vereinigte Königreichgeschafft und wurde sofort in ein Abschiebegefängnis gebracht. Durch einen Trick einer Mitinsassin wurde sie ohne Vorankündigung und ohne Papiere entlassen. Sie konnte sich nun bis nach London durchschlagen, in der Tasche die einzige Verbindung, die sie zu diesem Land hatte: die zerknüllte Visitenkarte von Andrew O’Rourke, die sie aus Nigeria gerettet hatte. Die Lebenswege von Little Bee und der britischen Familie verschlingen sich. Was anscheinend durcheinen Zufall geschah, wird untrennbar verbunden. Little Bee ist ein berührendes Buch, ein aufrüttelndes Buch und eine Geschichte, die mich über den Tellerrand blicken ließ.

 

Little Bee
von Chris Cleave
übersetzt von
Susanne Goga-Klinkenberg
Taschenbuch: 320 Seiten
Deutscher Taschenbuchverlag