Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Die Welt von morgen – die Aufgabe von heute

17.03.2020

Was für eine Zeit! Die Schulen und Kitas geschlossen! In Berlin sind die Bars und Kneipen dicht. Menschen kaufen ein, manchmal, als gäbe es kein Morgen. Was kommt als nächstes? Welche Einschränkung werden wir erleben? Dann die Angst, die langsam, aber sicher aufkommt. Ist die Welt von morgen noch die Welt, die wir kennen? Werden wir uns möglicherweise auf längere oder gar bleibende Einschränkungen einrichten müssen? Werden wir es schaffen, als Gesellschaft zu bestehen, die füreinander eintritt? Wenn ich höre, dass Menschen nicht nur in Massen Produkte kaufen, die gefragt sind, sondern sie zum überhöhten Preis im Internet zum Verkauf anbieten, frage ich mich, wie zivilisiert wir wirklich sind. Vielleicht ist der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft nur ein dünner Kitt. Ich denke an die Mahnung, die Paulus vor langer, langer Zeit an christliche Gemeinden geschrieben hat: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Wir sollen füreinander da sein. Der Nachbar ist ebenso wichtig wie ein Familienmitglied. Es ist diese Aufgabe, die wir als Christen haben: uns einsetzen für andere, übrigens nicht nur in tätiger Hilfe, auch im Gebet für andere. Darum werden wir auch weiter Gottesdienst feiern und in ihnen danken für alle Hilfe und bitten für alle Menschen in Not. Und auch praktisch helfen. Nur im Miteinander bleiben wir Menschen und unsere Gesellschaft menschlich.

Bleiben Sie gesund und gelassen
Ihr Superintendent
Thomas Köhler