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Gedenken: Pfarrer Klaus-Dieter Nawrot ist verstorben

Das Leben ist ihm mühselig geworden. Seine Kreise wurden kleiner, manchmal wurde er auch des Kämpfens müde. Sein Frau Christel steht ihm bei, wie immer, besucht ihn im Krankenhaus und ahnt, als ich sie treffe, dass es wohl seine letzten Tage auf  Erden sind.

Nun ist er gegangen. Er kann jetzt schauen, was er glaubte.

Hinter ihm liegt ein langes und angefülltes Leben. In Aschersleben aufgewachsen, sollte er eigentlich Lehrausbilder in der Landwirtschaft werden. Statt in die SED zu gehen, liest  er die Bibel, angestoßen durch seine große Liebe Christel. Und wird zum Pfarrer, geht nach Tauche und dann mit seiner Frau und den  beiden Söhnen nach Komptendorf. Unvergessen ist sein mutiger Einsatz für die Sanierung der Kirche in seinem Dorf. 

1995 kommt er nach Massen, blieb engagiert und kräftig bei der Sache. Auch hier lag ihm die Sanierung der Kirche sehr am Herzen.

Seit seinem Ruhestand im Jahr 2000 ist er in Finsterwalde. Bleibt  der Kirche und der Gemeinde treu. An fast  jedem Sontag sammelt er Menschen ein und besucht mit ihnen den Gottesdienst. Er achtet auf die Schwachen und die leisen Menschen in seiner Nähe. Ermutigt sie, ist ihnen nahe und weist Wege. Klaus-Dieter Nawrot bleibt offen, klar, deutlich und misst sein Reden und Handeln immer am Evangelium. Er will fit  bleiben und liebt seine Sauna. 

Unzählige  Untersuchungen, Therapien und Krankenhausaufenthalte trägt er tapfer, wissend, dass alle  Zeit nur geschenkt ist. Die  krankheitsbeladene Zeit  nimmt ihm lange nicht die Freude am Leben. 

Wir wissen ihn jetzt in guten Händen. Unsere Gedanken sind vor allem bei seiner Frau und den Söhnen.

Markus Herrbruck