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Hoffnung

„Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn dich jemand eine Meile nötigt, so geh mit ihm zwei.“ Jesu Worte aus der Bergpredigt passen so gar nicht in diese Tage. Jemand sagte in Bezug dazu: „Mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen!“ Ja, stimmt, damit ist kein Staat zu machen. Aber ohne Jesu Worte kommen wir in Teufels Küche. Gewalt auf Gewalt. Das ist eine zutiefst menschliche Reaktion. Aber ist das die Lösung des Problems? Der Theologe Jörg Zink sagt: „Wir reden gerne und viel vom Frieden, aber wir suchen zugleich unsere Erfolge, unsere Selbstdurchsetzung, unsere großen und kleinen Siege. Wer aber noch siegen will, steht in irgendeiner Art von Krieg und kommt über den Krieg nicht hinaus. Wer noch siegen will, kann für den Frieden nichts tun. Solange wir in Gewalt denken, können wir für die Heilung der Verhältnisse unter den Menschen dieser Erde nichts tun. Denn was wir noch bekämpfen, das können wir endgültig nicht mehr verändern oder verbessern. Wir stehen dem Problem gegenüber im Abseits.“ Was man aus der jetzt verfahrenen Lage lernen kann? Sehr viel! Die Welt hat so viel Konflikte wie es Menschen gibt. Konfliktlösung erfordert aufmerksames Zuhören. Respekt. Perspektivwechsel. Mein Gegenüber hat ein ernstes Anliegen. Das Gespräch suchen. Gewalt kündigt sich meist sehr lange vor ihrem Ausbruch an. Zugeständnisse vermeiden Hass und Gewalt. Zuhören lohnt sich. Man kann rechtzeitig sehr viel Gutes tun. Das macht Hoffnung! Friede sei mit dir!

Manfred Schwarz ist Pfarrer im Kirchenkreis Niederlausitz