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Luckau: Musik am Lebensende

Wenn Kantor Johannes Leonardy einmal im Monat das Luckauer Hospiz „Gottessegen“ zum Musizieren besucht, ist das für viele der Hospizgäste ein letztes Mal, dass sie live gespielte und gesungene Musik erleben. Für eine Stunde erfüllt der Kantor das sonst eher stille Haus mit Klaviermusik und Gesang. Das Piano steht an einem zentralen Platz im Haus. Alle Gäste können das Instrument von ihren Zimmern aus hören. Manche kommen auch dazu, wenn der Kantor musiziert. Es gibt Kaffee und Kekse. Für eine kurze Zeit wird der Gemeinschaftsraum zu einem Musiksalon. Und jeder und jede genießt es auf seine und ihre Weise. Bekanntes mitsummend oder -singend. Die Hände im Takt wippend. Mit geschlossenen Augen vertieft oder den Händen des Kantors interessiert folgend. Die wohltuende Wirkung von Musik für Leib und Seele ist unbestritten. Inzwischen will das Instrument keiner mehr missen und auch nicht die Besuche des Kantors. Auf Initiative von Seelsorger Johannes Lorenz ist das Klavier im Jahr 2019 angeschafft worden. Das Geld dafür kam vom Kirchenkreis Niederlausitz sowie vom Pianohersteller Niendorf selbst. Bis zu zwölf Menschen können im Hospiz Luckau in Würde ihre letzten Lebenstage verbringen. Die Einrichtung wurde Ende 2019 eröffnet. Träger ist das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin.