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RSSPrint

Nicht ich!

Dies war der Leitspruch eines großen Menschen, dessen 60. Todestag am 18. September war. Dag Hammarskjöld. Er war Generalsekretär der Vereinten Nationen und starb mit 56 Jahren bei einem Flugzeugabsturz. Was hätte er noch alles erreichen können, wenn dieses Flugzeug sein Ziel erreicht hätte! Und dabei hatte man ihm kein diplomatisches Geschick zugetraut, als er 1953 Generalsekretär wurde. Da galt er als nicht hart genug. Aber genau das war gut: Er erwies sich als fein und geschickt, als guter Vermittler. Dank seiner Art gelang es ihm, zu entschärfen und Frieden zu stiften. Sein Tod erschütterte die Welt. Sein Leitspruch: „Nicht ich, sondern Gott in mir.“ Das klingt wie ein Satz von Paulus. Aber es stammt von ihm! Von seinen Eltern hatte er zwei Überzeugungen: Nichts sei befriedigender als der selbstlose Dienst für Vaterland oder Menschheit. Das erfordert Opfer und Mut zugleich. Und den Glauben, dass der Geist der Evangelien von der Gleichheit aller Menschen als Kinder Gottes ausgeht. So müssen wir die Menschen betrachten - daraus stammt seine Haltung. Es war für ihn ein Opfer für und eine Bewährung vor Gott. Sind das Fußstapfen, in die wir treten könnten – Sie und ich? Trauen wir uns! Als Chefs in unseren eigenen kleinen Welten, in denen es gilt, Frieden zu halten oder Frieden zu stiften. Ich wünsche uns allen etwas von dem Geist, der Dag Hammarskjöld beflügelte, von seinem Mut, seinem Glauben und seinem Vertrauen in Gott. 

Sabrina Pieper ist Pfarrerin im Kirchenkreis Bad Liebenwerda