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RSSPrint

Predigtpremiere in Wüstermarke

28.09.2020

Die Theologiestudentin Johanna Mängel aus Göttingen tauchte für vier Wochen in das Berufsleben ein. Bei Pfarrer Frank Gehrmann lernte sie viel über ihren Wunschberuf Pfarrerin. 

Wie verschlägt es eine Studentin aus Göttingen zum Praktikum ausgerechnet nach Langengrassau in ein evangelisches Landpfarramt? „Aus persönlichen Erfahrungen kenne ich nur städtische Kirchengemeinden. Aufgewachsen bin in der Nähe von Berlin. Ich wollte herausfinden, wie ein Landpfarramt funktioniert und ob die Unterschiede zwischen Stadt und Land tatsächlich so groß sind“, sagt die 21-Jährige. Im Internet ist sie auf das Pfarramt von Frank Gehrmann gestoßen. Dass sie in den vier Wochen so intensiv die Gemeindearbeit miterleben konnte, freut sie. Sie hat bei den Christenlehrekindern sowie bei den Frauen- und Seniorinnenkreisen mit hineingeschaut. In Luckau gewann sie bei den Gruppenstunden der Konfirmanden einen Einblick in die Arbeit von Jugendmitarbeiter Marco Bräunig. Dazu kamen die Sitzungen der Gemeindekirchenräte, Dienstberatungen und Verwaltungsarbeit. Auch begleitete sie Frank Gehrmann bei seelsorgerlichen Gesprächen. Ein Höhepunkt war unbestritten ihre erste Predigt, die sie in Wüstermarke und Gehren halten durfte. Dazu reiste sogar die Familie aus Berlin an. Dass jeweils nur acht bis zehn Gemeindeglieder zuhörten, empfand sie nicht als Defizit. Im Gegenteil. Die persönliche Atmosphäre, die Absprachen auf kurzem Weg nach dem Gottesdienst und das gegenseitige Interesse habe sie als sehr angenehm empfunden. „Hier gestalten die Menschen aktiv mit. Es gibt wenige, die einfach nur den Gottesdienst konsumieren und sich danach zurückziehen“, sagt die angehende Pfarrerin. Ob die hinter ihr liegenden vier Semester Theologiestudium auf die Praxis vorbereiten konnten? Das könne sie eindeutig mit „Ja“ beantworten. Theologische Gespräche habe sie viele geführt. Auch Konzepte für Gemeindearbeit wie sie an der Uni diskutiert und behandelt werden, hätte sie mit dem großen Reformationsfest in Luckau und den von Frank Gehrmann initiierten Motorradgottesdiensten erlebt. Die vier Wochen Landleben hat Johanna Mängel keineswegs bereut. „Ich bin von den Gemeindegliedern und von Gehrmanns so herzlich in die Familie aufgenommen worden. Die Zeit werde ich guter Erinnerung behalten“, sagt sie.