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Push-Nachrichten von Gott

Kennen Sie das? Sie suchen im Netz einen Begriff. In der Auswahl Ihrer Suchmaschine klicken Sie auf einen vielversprechenden Link. Der führt zwar nicht zum Gesuchten, ist aber auch interessant. Auf der so geöffneten Seite gibt es weitere anregende Netzverweise, und Sie klicken nur darauf, um herauszufinden, ob Sie das für später vormerken wollen, wenn Sie mit Ihrer Recherche fertig sind. Aber ein Bild fängt Ihre Augen, das Sie an eine andere Geschichte erinnert und … na ja, Sie ahnen, wie es weitergeht; vielleicht haben Sie jetzt schon vergessen, was Sie eigentlich herausfinden wollten.

Manchem geht es so mit der Suche nach Gott. Nicht, dass wir nichts finden. Im Gegenteil: Wir finden vieles, zu vieles das uns weitersuchen lässt, wer weiß wonach. Viele Menschen, vielleicht die meisten, haben lange vergessen, dass sie eigentlich Gott und das ewige Leben suchen. Und dafür müssen sie nicht mal ins Darknet, sie müssten sich nur erinnern, wohin sie eigentlich wollten.

Es ist gut, dass Gott Push-Nachrichten schickt. Sie kennen diese ungefragten, manchmal nervigen Benachrichtigungen, denen man irgendwann einmal auf irgendeiner Webseite zugestimmt hatte. Sicher, oft stören die. Aber solche Störungen bringen uns dann wieder darauf, was wir von Anfang suchten.

Die Vision des Propheten im Tempel, der Verkündigungsengel in der Weihnachtsgeschichte, die Begegnung der Jünger mit den auferstandenen Herren - das sind solche Push-Nachrichten von Gott, die uns daran erinnern, was wir immer gesucht haben.

 

Dr. Frank Bahr ist Pfarrer im Kirchenkreis Niederlausitz