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Sonnewalde: Erstaunliches und viel Altes im Kirchenarchiv

Wenn Jens Müller, Historiker und Archivar, und spezialisiert auf Kirchenarchive seiner Arbeit nachgeht, schwingt immer etwas Hoffnung mit. Hoffnung auf einen wirklich interessanten Fund. In Sonnewalde, wo Müller von Juli bis September des vergangenen Jahres im Pfarrhaus sein Quartier bezog, hatte er Glück. Mit einer Predigtsammlung aus dem Jahr 1600, in Eisleben gedruckt, hob er einen Schatz. Er wüsste nur von zwei Exemplaren – eine Rarität also. Das jahrzehntelange Verharren zwischen all den anderen mehr oder weniger wertvollen Akten hat dem 400 Jahre alten Buch allerdings nicht gutgetan. Es müsste dringend restauriert werden. Eine weitere Kostbarkeit ist die Schulchronik der Jahre 1574 bis 1786 der Schule in Sonnewalde. Dass es in dem kleinen Ort eine Lateinschule gab, die Schülerinnen und Schüler in der Regel auf ein Studium oder einen höheren Beruf vorbereitete, gehörte auch zu den Überraschungen Müllers. Das Bewahrungswürdige vom Belanglosen zu trennen, ist seine eigentliche Aufgabe. Das hat Jens Müller geschafft. Von den etwa 1.700 Akten bleiben 900 in den Archivschränken der Kirchengemeinden zurück. Genug Futter für die Ahnen- und Geschichtsforschenden.