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RSSPrint

Sowas habe ich ja noch nie gesehen!

12.10.2020

Wegfahren geht in diesen Herbstferien fast nicht. Also erkunden wir die nähere Umgebung. Und was es hier nicht alles zu sehen gibt! Manchmal sieht man in der Lausitz allerdings den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und die Kirchenlandschaft ist so einmalig wie die Natur:  In Doberlug-Kirchhain gibt es z.B. mit der Klosterkirche eine grandiose steingewordene Geschichtserzählung aus der Zisterzienserzeit. Unweit davon steht ein besonderes Kleinod in Friedersdorf (Rückersdorf): Neben den Originalmalereien gibt‘s hier sogar noch den Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Da staunt man Bauklötze, die hier übrigens aus „Raseneisenstein“ sind. Besonders an Herz legen möchte ich Ihnen auch die Stadtkirche in Kirchhain: Sie ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Reich verziert, lädt sie ein, sich in biblische Geschichten zu vertiefen. Aber bevor sie Platz nehmen, zünden Sie ein Gebetslicht an! Es tut gut, die eigenen Sorgen und Hoffnungen vor Gott zu bringen. Ein stilles Gebet wirkt manchmal Wunder. Ich habe übrigens in den letzten Jahren gelernt, mich zu bekreuzigen, wenn ich eine Kirche betrete. Eigentlich ist das unter evangelischen Christen nicht üblich. Aber es ist wieder im Kommen, seit Luthers Jubiläumsfeier. Es tut gut, denn auch das Kreuzzeichen ist ein Gebet. Wenn ich auf den Altar schaue und mich bekreuzige, fühle ich mich Gott näher. Probieren Sie mal! Auch wenn Sie zweifeln, oder nicht gläubig sind. Was nicht ist, kann ja noch werden. Gute Reise!

Frank Wendel ist Pfarrer im Kirchenkreis Niederlausitz