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Übrigens

…steht der 8. Mai in diesem Jahr nicht nur für den Tag der Befreiung, also der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Jahr 1945. In diesem Jahr fällt auch der Muttertag auf den 8. Mai. Dass 2022 beide Gedenktage auf ein und denselben Tag fallen, ist mehr als bedeutend. Wenn Sie sich einmal mit der Herkunft des Muttertages beschäftigen, werden Sie feststellen, dass eine Linie seines Ursprungs zu einer Friedensbewegung führt, dem Mütterfriedenstag. Dort ging es um die Sehnsucht, den Wunsch, ja, die Forderung, dass Mütter nie mehr ihre Söhne in einem Krieg opfern müssen. Sofort höre ich da den Vers aus der Nationalhymne der DDR „…dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint.“ Wie alt ist dieser Wunsch? Da ist es fast ein Hohn, wenn in diesem Jahr im Angesicht des Ukrainekrieges beide Tage aufeinander fallen. Wieder werden Söhne geopfert und das Land mit den meisten Opfern im Zweiten Weltkrieg entfacht diesen brutalen Krieg. In diesem Jahr sollten wir besonders an die Mütter in der Ukraine aber auch in Russland denken, die ihre Söhne wieder in einem Krieg opfern müssen. Zugleich ruft die Nähe dieses Krieges und die damit verbundenen Schrecken weltweit die vielen anderen kriegerischen Auseinandersetzungen ins Bewusstsein. Daher lassen Sie uns in diesem Jahr den 8. Mai zu einem Tag des Friedens machen, denn „Selig sind, die Frieden stiften; sie werden Gottes Kinder heißen.“ - die Bibel. Frieden, der bei uns anfängt. In mir. In meiner Beziehung. In meiner Familie. Auf meiner Arbeit. Mit meinen Nachbarn. In meinem Dorf. In meiner Stadt… 

Hans-Jörg Heinze ist Pfarrer im Kirchenkreis Niederlausitz