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Kreissynode konstituiert - Superintendent für weitere neun Jahre im Amt

Thomas Köhler bleibt für eine weitere Legislaturperiode Superintendent des Kirchenkreises Niederlausitz. Die Kreissynode, das beschlussfassende Gremium der 103 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Niederlausitz, wählte ihn auf ihrer konstituierenden Sitzung am Samstag in Finsterwalde mit großer Mehrheit erneut in das Amt. Bereits im Vorfeld hatten der Kreiskirchenrat, die Mitarbeitenden und die Leitung der Landeskirche klare Voten für eine Wiederwahl abgegeben. Damit wird der 57-Jährige voraussichtlich bis 2029 die Leitung des Kirchenkreises innehaben. Einen weiteren Kandidaten sieht das landeskirchliche Recht bei einer Wiederwahl eines Superintendenten nicht vor.   

Die Synodalen absolvierten am Samstag einen regelrechten Wahlmarathon. Neben dem Superintendenten wurden der stellvertretende Superintendent, das Präsidium der Kreissynode, der Kreiskirchenrat, die Vertreter der Ausschüsse, die Beauftragten für sechs Arbeitsbereiche sowie die Vertreter für die Landessynode gewählt.  

In das Präsidium der Synode wiedergewählt wurden mit großer Mehrheit der Vorsitzende Marco Bräunig und seine Stellvertreterin Renate Nowotnick, beide aus Luckau. Als zweite Stellvertreterin ersetzt Grit Sprotte aus Münchhausen Franziska Dorn, die sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatte. 

Auch für das Amt des stellvertretenden Superintendenten gab es mit Pfarrer Markus Herrbruck aus Finsterwalde eine erneute Wiederwahl. 

Die evangelische Kirche ist eine Kirche der Laien. Die Synode besteht darum mehrheitlich aus Mitgliedern, die nicht bei kirchlichen Stellen arbeiten. Bereits im November hatten die Gemeinden ihre Vertreter in das Parlament entsandt. Coronabedingt musste die konstituierende Sitzung zweimal verschoben werden. Die Synode tagt zweimal im Jahr. Sie entscheidet über Haushalts- und Stellenpläne, über die Ausrichtung der kreiskirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie über die Bildungsarbeit. Ihre Arbeit ist mit der des Kreistages vergleichbar. Zwischen den Tagungen leitet der Kreiskirchenrat den Kirchenkreis. Mit sechs Neubesetzungen in dem 15-köpfigen Gremium hat der neu gewählte Kreiskirchenrat eine deutliche Verjüngung erfahren. Auch hier gilt das sogenannte Laienprinzip.

Auf der Tagesordnung stand außerdem die Bestätigung des Jahresabschlusses 2019 sowie der Beschluss der Stellen- und Haushaltspläne für die Jahre 2020 und 2021. Der Haushalt des Kirchenkreises umfasst etwa 5,5 Millionen Euro. Im Kirchenkreis Niederlausitz arbeiten 27 Pfarrerinnen und Pfarrer, 18 Gemeindepädagoginnen, die für die Arbeit mit Kindern zuständig sind, fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Arbeit mit Jugendlichen, sechs Kirchenmusikerinnen und -musiker sowie 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung.  

Das sind die Wahlergebnisse: 

Superintendent: Thomas Köhler aus Lübben
Stellvertretender Superintendent: Pfarrer Markus Herrbruck aus Finsterwalde

Präsidium der Kreissynode:

Marco Bräunig aus Luckau, Jugendmitarbeiter (Vorsitzender)
Renate Nowotnick aus Luckau, Studienrätin im Ruhestand (Stellvertreterin)
Grit Sprotte aus Münchhausen, Betriebswirtin (Stellvertretende)

 

Kreiskirchenrat

Thomas Bubner aus Sonnewalde, Unternehmer
Marco Bräunig aus Luckau, Jugendmitarbeiter
Jörg Dunger aus Lübben, Leiter Landesbetrieb Forst
Daniel Friedrich aus Lübbenau, Journalist (neu)
Marcel Goldberg aus Lieskau, Wirtschaftsingenieur (neu)
Christoph Hanke aus Straupitz, Pfarrer 
Markus Herrbruck aus Finsterwalde, Pfarrer
Andreas Jaeger aus Doberlug-Kirchhain, Kreiskantor
Thomas Köhler aus Lübben, Superintendent (Vorsitzender)
Martin Konzag aus Klettwitz, Bauamtsleiter (neu)
Silke Löwe aus Eichholz, Angestellte (neu)
Dorothee Michler aus Großräschen, Pfarrerin in Senftenberg (neu)
Franziska Rataj-Liedtke aus Altgolßen, Lehrerin (neu)
Grit Sprotte aus Münchhausen, Betriebswirtin
Lothar Treder-Schmidt aus Zieckau, Kollegleiter im Ruhestand 

 

Kreisbeauftragte 

für die kirchenmusikalische Arbeit: Andreas Jaeger aus Doberlug-Kirchhain
für die Arbeit mit Kindern und Familien: Angela Wiesner aus Luckau
für die Jugendarbeit: Marco Bräunig aus Luckau
für die Posaunenarbeit: Johannes Leonardy aus Lübben
für die Frauenarbeit: Marlies Siegert aus Lübbenau
für das Kunstgut: Annegret Gehrmann aus Langengrassau 

Vertreterinnen in der Landessynode

Renate Nowotnick aus Luckau
Jutta Kuhtz aus Lübben
Pfarrerin Ulrike Garve aus Lübbenau

 

Die nächste Kreissynode findet am 20. März 2021 statt. 

Kreissynode am 5. September 2020 in Finsterwalde

Kreissynode

 

Tagungen

Die Kreissynoden sollen in der Regel am 3. Sonnabend im März und am 1. Freitag im November stattfinden. 

Kreissynode

GO, Art. 41, 1

Die Kreissynode ist die Versammlung der Kirchengemeinden und der gemeinsamen Dienste eines Kirchenkreises. Durch ihre Vertretung in der Kreissynode haben sie teil an der Leitung des Kirchenkreises. (GO, Art. 41, 1)

Die Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Niederlausitz tagt jeweils im Frühjahr und im Herbst eines Jahres.

Ihr gehören derzeit 85 Synodale an.

Befähigung zum Synodalamt (GO, Art. 44):

Mitglieder der Kreissynode müssen einer Kirchengemeinde des Kirchenkreises angehören oder bei kirchlichen Körperschaften, Einrichtungen oder Werken im Kirchenkreis beruflich tätig sein und dürfen keiner anderen Kreissynode angehören. Die nicht ordinierten Mitglieder der Kreissynode müssen zum Ältestenamt befähigt sein. Sie wird vom Präsidium geleitet. 

Vorsitzender: Marco Bräunig, Luckau
Stellvertr. Vorsitzende: Renate Nowotnick, Luckau und Grit Sprotte, Münchhausen
Geschäftsordnung der Kreissynode

 

Letzte Änderung am: 08.10.2020